Altes loslassen, Neues zulassen

Alles Neu macht der Mai! Oder so ähnlich. Der perfekte Zeitpunkt, um richtig aufzuräumen. Kennt ihr das? Ihr habt euch vor Jahren mal einen chinesischen Massagehelm gekauft, der gefühlt zweimal zum Einsatz kam, bevor er in irgendeinem Schrank landete – neben dem 10. Handy und der 20. Digitalkamera…oder die Bücher, die ihr nach einmal Überfliegen nie mehr in die Hand genommen habt? Irgendwie kam bei mir der innere Klick, den alten Ballast loszuwerden. So sind mindestens um die 50 Bücher, zahlreiche DVDs, eine alte Wii, eine Fotosoftbox und vieles anderes an Krims Krams über Ebay, Momox, Amazon Trade-In aus meiner Wohnung verschwunden. Und es fühlt sich gut an. Mehr Raum für Neues…nicht unbedingt materiell Neues, sondern für die neue Weite und Leere.

Ähnliches versuchen wir ja auch im Yoga – die Vergangenheit loslassen. Im Moment sein. Mit uns zufrieden zu sein.

Ebenso wenig geht es jedoch darum, alles loszulassen. Wir nehmen das, was uns dient und weiterbringt, gerne an. Die letzten Monate waren sehr spannend – meine „Yoga-Lehr-Karriere“ nimmt so langsam Formen an – und mein Unterricht entwickelt sich Stück für Stück weiter. Manchmal denke ich, ich bin derjenige, der in einer Stunde am Meisten lernt – zumindest über mich selbst. Alte Muster, die mir nicht dienen, verlieren Schritt für Schritt an Bedeutung und neue Muster entstehen, die es mir ermöglichen, mein Potenzial immer mehr auszuschöpfen. Und dafür bin ich dankbar. Es ist so ein tolles Gefühl zu spüren, dass man Leuten etwas geben kann, dass sie gerne kommen, einerseits wegen der Sache, aber auch deinetwegen, deinem Auftreten, deiner Persönlichkeit. Das du Leute inspirieren kannst, mit dem, was dir Freude macht, dir Halt gibt, dich durchs Leben trägt.

Auf die Frage „Was ist Yoga“ habe ich für mich eine simple Antwort gefunden „Yoga ist das, was Yoga macht.“ – für den einem mag es Entspannung bringen, der andere nutzt es als Fitnesstraining und der dritte nutzt es, um mit seinen körperlichen und geistigen Hindernissen umzugehen.

Und so kann ich abschließend nur feststellen, loslassen, sich auf etwas Neues einlassen, sei es im Bezug auf Materielles, Spirituelles oder Emotionales ist unabdingbar für die persönliche Weiterentwicklung 🙂