Gelobte ich letztes Jahr noch Besserung im Bezug auf meinen Blogtivismus, so vergingen doch etliche Monate und Monde, bis ich endlich mal wieder in die Tasten hauen wollte.

An einem weiteren verregneten Sommer Tag, just einen Sonnenuntergang seit dem ersten Welt-Yoga-Tag – der durch die Initiative der indischen Regierung rund um Hindu Hardliner, Nationalist und Vorzeigeyogi Narendra Modi geschaffen werden konnte. Mehr als 35000 Menschen übten Yoga gemeinsam in Delhi, mehr als 17000 in New York. Unter ihnen sogar UN Generalsekretär Ban Ki Moon. Und insgesamt beteiligten sich wohl mehr als eine Million Menschen weltweit.
Beeindruckend – besonders wenn man bedenkt, dass Yoga erst vor knapp 100 Jahren fast in Vergessenheit geraten wäre, ohne die Arbeit von Vivekananda und Krishnamacharya.

Yoga ist im Mainstream angekommen. Ohne Frage. Wie Bio-Lebensmittel.
Genauso wie bei jenen verhökert nun jedes Fitnessstudio Yoga. Große Studios entstehen, die immer mehr all you can YOG! Flatrates anbieten – möglich durch die massenhaften Yogalehrer Ausbildungen, die immer neue, billige Honorarkräfte heranzüchten. Und dann gibt es da noch so tolle Projekte wie Unyte – für das sich kein geringerer wie Ex-Vorzeige Jivamukti Yogalehrer Patrick Broome als Werbefigur hergibt.

Da ist es schwer, sich als Einzelperson mit begrenztem Kursangebot und normalen Konditionen zu etablieren. Ich bin weiterhin dankbar, dass ich nicht vom unterrichten leben muss und ohne Druck das weitergeben kann, was ich gelernt habe und was auch für mich funktioniert! 🙂

Reflektion gehört zum Yoga. Hinter mir liegen spannende Wochen inklusive Weiterbildungen in Prana Vinyasa Yoga und AcroYoga. Tolle Monate mit meiner fantastischen Freundin und viel gute Zeit mit meinen Freunden. Eine Indienreise nach Kerala, die mir wieder gezeigt hat, dass ich das wissen uns die Kultur faszinierend finde. Aber das Leben dort nicht. Ein lockerer Übergang in mein 31. Lebensjahr.

Und was kommt?
Ende August werde ich meine Räumlichkeiten in der Kunigundastraße hinter mir lassen. Wir Yogis sind gut im Loslassen. Besonders das, was uns nicht dienlich ist und uns im Weg liegt. In Kürze dazu mehr. Bis auf wenige Tage werde ich im Sommer die Stellung halten und lade euch ein, mit mir im Sommer auf der Matte oder auf dem Gras lockeres Bodenturnen mit gutem Sound zu praktizieren!

Patrik

Bild: Rally to Restore Sanity and Fear. Wikicommons.

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